Was Vermieter 2026 über KfW-Förderung wissen müssen

Vermieter in München können 2026 über das KfW-Programm 261 (BEG Wohngebäude Kredit) bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit als zinsgünstiges Darlehen beantragen — inklusive eines Tilgungszuschusses von bis zu 45 Prozent, der nicht zurückgezahlt werden muss. Ergänzend bietet die BAFA für den Heizungstausch Zuschusse von bis zu 70 Prozent je Einheit, und die Stadt München stockt Bundesförderungen mit eigenen FES-Mitteln weiter auf. Entscheidend: Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden — wer zuerst mit dem Handwerker unterschreibt, verliert den gesamten Förderanspruch.

Das KfW-Programm 261 steht ausdrücklich auch Vermietern offen — nicht nur Selbstnutzern. Für Eigentümer von Mietobjekten in Bayern, die vor 1990 gebaut wurden und noch keine umfassende energetische Sanierung erfahren haben, ist der Herbst 2026 ein strategisch günstiger Moment: Die Handwerkerkapazitäten sind seit 2024 zugänglicher geworden, die Förderbedingungen stabil — und der Münchner Mietmarkt mit einer Leerstandsquote von nur 0,2 Prozent sorgt dafür, dass sanierte Wohnungen nahezu unmittelbar nach Fertigstellung vermietet sind (Quelle: Statista/Marktbericht München 2026).

Dieser Artikel erklärt, welche Programme konkret für Ihr Mietobjekt in München gelten, wie die Förderbeträge berechnet werden, was der Unterschied zwischen KfW 261 und BAFA ist — und wie Sie die Förderung Schritt für Schritt beantragen. Der Leitfaden zu Vermieterpflichten in München enthält zudem eine Übersicht der energetischen Anforderungen, die ab 2027 gelten und die Sanierung heute wirtschaftlich sinnvoll machen.

Überblick: Die wichtigsten Förderprogramme für Mietobjekte

Die Bundesregierung hat die Gebäudeenergieförderung für 2026 in drei Hauptsäulen strukturiert, die für Vermieter in Deutschland — und speziell in Bayern — parallel nutzbar sind. Hinzu kommen Landesmittel und das Münchener Stadtförderprogramm FES als lokale Aufstockung.

Programm Art der Förderung Max. Förderung je WE Wofür?
KfW 261 Kredit + Tilgungszuschuss bis € 150.000 + 45 % TZ Komplettsanierung Effizienzhaus
BAFA (BEG EM) Direktzuschuss bis € 42.000 Heizungstausch (Wärmepumpe, Biomasse, Solar)
KfW 270 Kredit Projektabhängig Erneuerbare Energien (PV, Wärmepumpe)
München FES Zuschuss (kommunal) Modulabhängig Aufstockung Bundesförderung, Klimaneutral
Quellen: KfW.de, BAFA.de, EMA Energiewelt FKG München 2026 — Stand September 2026.

Ein Vermieter in München kann mit dem KfW-Kredit 261 bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit zu Vorzugszinsen erhalten — ergänzt durch einen nicht rückzahlbaren Tilgungszuschuss von bis zu 45 Prozent. Bei einem Mehrfamilienhaus mit 6 Einheiten summiert sich das auf bis zu 405.000 Euro reinen Zuschuss — ohne Rückzahlungspflicht.

Wichtig für die Planung: KfW 261 und die BAFA-Förderung decken unterschiedliche Maßnahmen ab und können für dasselbe Objekt parallel beantragt werden, solange sie nicht dieselbe Maßnahme fördern. Ein Vermieter, der sowohl sein Gebäude auf Effizienzhaus 55 saniert (KfW 261) als auch die alte &Olfsheizung gegen eine Wärmepumpe tauscht (BAFA), kann beide Programme gleichzeitig nutzen.

KfW 261 im Detail — Tilgungszuschuss, Konditionen, Rechenbeispiel

Das KfW-Programm 261, offiziell „BEG Wohngebäude Kredit Effizienzhaus“, ist das zentrale Instrument für Vermieter, die ihr Mietobjekt umfassend energetisch sanieren wollen. Der Kredit läuft über die Hausbank des Eigentümers — die KfW stellt das Geld der Bank zur Verfügung, und die Bank leitet es weiter. Der Vorteil für Vermieter liegt in zwei kombinierten Elementen: einem zinsgünstigen Kredit und einem Tilgungszuschuss, der direkt von der Kreditsumme abgezogen wird und nicht zurückgezahlt werden muss.

Die Effizienzhaus-Stufen und ihre Tilgungszuschusse

Effizienzhaus-Standard Tilgungszuschuss Max. Zuschuss je WE (bei € 150.000)
EH 40 EE (höchster Standard) 45 % € 67.500
EH 40 35 % € 52.500
EH 55 EE 25 % € 37.500
EH 55 20 % € 30.000
EH 70 10 % € 15.000
EH 85 5 % € 7.500
Quelle: KfW.de, Programm 261 — BEG Wohngebäude Kredit Effizienzhaus, Stand September 2026. EE = Erneuerbare-Energien-Klasse.

Rechenbeispiel: Mehrfamilienhaus mit 6 Wohneinheiten in München

Ausgangslage: Ein Vermieter besitzt ein Mehrfamilienhaus aus den 1970er-Jahren in München-Schwabing mit 6 Wohneinheiten zu je ca. 75 m². Das Gebäude soll auf Effizienzhaus 55 EE saniert werden — Fassadenndämmung, neue Fenster, Luft-Wärmepumpe, Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

PositionBetragAnmerkung
KfW-Kredit (6 WE × € 150.000) € 900.000 Maximal beantragbarer Betrag
Tilgungszuschuss EH 55 EE (25 %) −€ 225.000 Nicht rückzahlbar — wird sofort vom Kredit abgezogen
Tatsächlich rückzuzahlender Kredit € 675.000 Zu aktuellen KfW-Vorzugszinsen
Zusätzlich BAFA (Heizungstausch, 6 WE × bis € 42.000) bis € 252.000 Separater Direktzuschuss für die Wärmepumpe
Gesamtförderung (TZ + BAFA) bis € 477.000 Ohne Rückzahlungspflicht
Planungsbeispiel. BAFA-Höchstbeträge und KfW-Konditionen können je nach Einzelfall variieren. Vor Antragstellung immer Energieeffizienz-Experten und Hausbank einschalten. Stand September 2026.

Die tatsächlichen Sanierungskosten für ein solches Objekt liegen je nach Ausgangszustand zwischen 800 und 1.600 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Bei 6 WE × 75 m² = 450 m² entspricht das einem Investitionsvolumen von ca. 360.000 bis 720.000 Euro. Die Förderung kann damit 40 bis 65 Prozent der Gesamtinvestition abdecken — abhängig vom angestrebten Standard und dem Heizungssystem.

BAFA-Heizungstausch — bis zu 70 % Zuschuss für Vermieter

Während KfW 261 die Komplettsanierung finanziert, ist die BAFA-Förderung für Einzelmaßnahmen (BEG EM) das richtige Instrument, wenn der primäre Handlungsbedarf beim Heizsystem liegt. Der Heizungstausch — also der Ersatz einer fossil betriebenen Anlage durch eine Wärmepumpe, Biomasseheizung oder Solarthermie — wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) direkt bezuschusst.

Die Förderquote setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen:

  • Basissatz: 30 Prozent für alle Förderberechtigten
  • Klimageschwindigkeitsbonus: +20 Prozent, wenn eine funktionierende Öheizung oder Gasheizung frühzeitig ersetzt wird
  • Effizienzbonus: +5 Prozent für besonders effiziente Wärmepumpen

Für Vermieter, die eine funktionierende Heizungsanlage ausbauen und durch eine Wärmepumpe ersetzen, ist damit eine Förderquote von bis zu 55 Prozent erreichbar — bei sehr effizienten Systemen bis zu 60 Prozent. Der Einkommensbonus (+30 Prozent) gilt hingegen nur für selbstnutzende Eigentümer mit einem Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro jährlich und ist für Vermieter in der Regel nicht anwendbar.

Die Förderhöchstgrenze liegt bei 42.000 Euro pro Wohneinheit für Einfamilienhäuser und wird bei Mehrfamilienhäusern entsprechend der Anzahl der Wohneinheiten gestaffelt. Antrag und Nachweis erfolgen direkt über das BAFA-Portal — unabhängig von der KfW. (Quelle: BAFA.de, Stand September 2026)

Frist beachten: Auch bei der BAFA-Förderung gilt das Prinzip „Antrag vor Beauftragung“. Der Antrag muss vor Abschluss des Lieferungs- oder Leistungsvertrags mit dem Handwerker gestellt werden. Eine unverbindliche Anfrage oder Planung gilt nicht als Projektbeginn und kann vorab erfolgen.

Die Münchner FES-Sonderförderung — der lokale Bonus für Bayern

Als eine der wenigen deutschen Großstädte stockt die Landeshauptstadt München die Bundesförderung mit eigenen kommunalen Mitteln auf. Das Förderprogramm Klimaneutrales Gebäude (FKG München 2026) umfasst sieben Module und richtet sich ausdrücklich auch an Vermieter und Eigentümergemeinschaften in Bayern.

Die FES-Förderung läuft parallel zur KfW- und BAFA-Förderung und ist eine Aufstockung, keine Alternative. Das bedeutet: Wer bereits einen KfW-261-Kredit hat, kann zusätzlich FES-Mittel beantragen, sofern die Maßnahmen in den Anwendungsbereich der Stadtförderung fallen. Besonders relevant für Vermieter in München sind die Module für Heizsystemoptimierung, Fassadenndämmung und gebäudetechnische Anlagen.

Informationen und aktuelle Konditionen der FES-München-Förderung finden sich auf der Website der Landeshauptstadt München (muenchen.de) unter dem Stichwort „Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude“. (Quelle: EMA Energiewelt, FKG München 2026)

München ist damit ein Sonderfall im deutschen Vergleich: Eigentümer in der bayerischen Landeshauptstadt können aus drei Fördertopfen gleichzeitig schöpfen — Bund (KfW/BAFA), Freistaat Bayern und Stadt München — was die effektive Förderquote deutlich über den Bundesdurchschnitt hebt.

Modernisierungsumlage: Darf ich nach der Sanierung die Miete erhöhen?

Eine der wichtigsten Fragen für Vermieter in Deutschland nach einer energetischen Sanierung: Darf ich die gestiegene Investition auf die Miete umlegen? Die Antwort lautet ja — unter bestimmten Voraussetzungen.

Nach § 559 BGB kann der Vermieter die jährliche Miete um bis zu 8 Prozent der auf die Wohnung entfallenden Modernisierungskosten erhöhen. Das entspricht einer monatlichen Erhöhung von rund 0,67 Prozent der Sanierungskosten je Wohneinheit. Ein Beispiel: Wenn auf eine 75-m²-Wohnung Sanierungskosten von 80.000 Euro entfallen, darf die Jahresmiete um bis zu 6.400 Euro erhöht werden — also rund 533 Euro pro Monat mehr.

Was Vermieter in München beachten müssen

In München als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt in Bayern gelten besondere Kappungsgrenzen: Innerhalb von drei Jahren darf die Gesamtmiete um maximal 15 Prozent steigen, auch wenn die Modernisierungsumlage nach § 559 BGB rechnerisch mehr erlauben würde. Mieter müssen zudem spätestens drei Monate vor Baubeginn schriftlich über Art, Umfang, voraussichtliche Kosten und geplante Mietserhöhung informiert werden — andernfalls ist die Erhöhung nicht wirksam.

Entscheidend: Von den Modernisierungskosten, die als Grundlage der Umlage herangezogen werden, müssen die KfW-Tilgungszuschusse und BAFA-Zuschusse abgezogen werden. Nur die tatsächlich selbst getragenen Kosten nach Förderabzug bilden die Berechnungsgrundlage gemäß § 559 BGB. Das schmälert zwar die mögliche Umlage — aber nicht den wirtschaftlichen Vorteil der Förderung, da dieser direkt als Zuschuss vereinnahmt wird. Eine detaillierte Übersicht aller Vermieter-Pflichten rund um Modernisierungen und Modernisierungsankündigungen findet sich im Vermieter-Pflichten-Ratgeber für München.

Schritt für Schritt: So beantragen Sie die Förderung als Vermieter

Der Antragsprozess für KfW 261 läuft nicht direkt bei der KfW, sondern über die Hausbank. Das ist ein häufiger Irrtum, der zu Verzögerungen führt. Die nachfolgende Abfolge gilt für KfW 261 — die BAFA-Förderung wird direkt über das BAFA-Onlineportal beantragt, aber die zeitliche Logik (Antrag vor Beauftragung) ist identisch.

  1. Energieeffizienz-Experten beauftragen: Vor jedem anderen Schritt muss ein Energieeffizienz-Experte (EEE) aus der dena-Expertenliste (energie-effizienz-experten.de) beauftragt werden. Der Experte bewertet den Ist-Zustand Ihres Gebäudes, definiert den angestrebten Effizienzhaus-Standard und erstellt den Sanierungsplan.
  2. Angebot bei der Hausbank einholen: Mit dem Sanierungsplan und der Bestätigung des EEE gehen Sie zu Ihrer Hausbank und beantragen den KfW-261-Kredit. Die Bank stellt den Antrag bei der KfW.
  3. Förderzusage abwarten: Erst nach Eingang der Förderzusage (schriftlich von der KfW über Ihre Bank) dürfen Liefer- und Leistungsverträge mit Handwerkern abgeschlossen werden. Kein einziger Auftrag vorher.
  4. Sanierung durchführen: Die Arbeiten werden gemäß dem genehmigten Sanierungsplan durchgeführt. Während der Bauphase begleitet der EEE das Vorhaben und prüft die fachgerechte Umsetzung.
  5. Fertigstellungsbestätigung einreichen: Nach Abschluss der Arbeiten stellt der EEE eine Fertigstellungsbestätigung aus, die bei der Bank eingereicht wird. Erst dann wird der Tilgungszuschuss von der Kreditsumme abgezogen und der Restbetrag zurückgezahlt.

Die Kosten für den Energieeffizienz-Experten sind selbst teilweise förderfähig: Bis zu 50 Prozent der Beratungskosten können über das BEG-Programm zurückgeholt werden. Die Gesamtdauer des Prozesses von der Erstberatung bis zur Förderzusage beträgt erfahrungsgemäß vier bis acht Wochen. Planen Sie diese Zeit in Ihre Projektplanung ein — gerade bei Sanierungsarbeiten, die vor dem Winter abgeschlossen sein sollen.

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Eine erfolgreiche energetische Sanierung eines Mietobjekts in München erfordert mehr als nur den Antrag bei der KfW. Sie braucht ein abgestimmtes Konzept, das die Förderprogramme optimal kombiniert, die Mieter rechtzeitig informiert und die Wohnungen nach der Sanierung bestmöglich vermarktet. mHomes unterstützt Vermieter in München bei der gesamten Prozesskette — von der Immobilienoptimierung und Förderplanung bis zur Möblierung und langfristigen Verwaltung sanierter Einheiten.

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Wir helfen Vermietern in München und Bayern dabei, das optimale Förderprogramm für ihr Objekt zu identifizieren, den Antragsprozess vorzubereiten und die Sanierung im Anschluss optimal zu vermarkten.

Unser Service umfasst: Fördercheck (KfW 261, BAFA, FES München), Vorbereitung der Unterlagen, Koordination mit dem Energieeffizienz-Experten und Vermarktungs- und Verwaltungskonzept für die sanierten Einheiten.

Häufig gestellte Fragen

Können Vermieter KfW-Förderung für Mietobjekte beantragen?
Ja, Vermieter können KfW-Förderung für Mietobjekte beantragen — ohne Einschränkung auf selbst genutzte Immobilien. Das KfW-Programm 261 (BEG Wohngebäude Kredit) steht ausdrücklich auch Vermietern offen und fördert die energetische Sanierung von Mehrfamilien- und Einfamilienhäusern, die vermietet werden. Voraussetzung ist, dass ein zugelassener Energieeffizienz-Experte das Vorhaben begleitet und der Antrag vor Auftragsvergabe gestellt wird. Die BAFA-Zuschüsse für den Heizungstausch gelten ebenfalls für Vermieter, solange das Objekt Wohnzwecken dient.
Was ist der Unterschied zwischen KfW 261 und BAFA-Förderung?
KfW 261 ist ein zinsgünstiger Kredit mit einem Tilgungszuschuss und finanziert die Komplettsanierung eines Gebäudes auf einen definierten Effizienzhaus-Standard. Der Kredit läuft über die Hausbank und kann bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit betragen; der Tilgungszuschuss von bis zu 45 Prozent muss nicht zurückgezahlt werden. Die BAFA-Förderung hingegen ist ein direkter Zuschuss ohne Kreditkomponente und deckt ausschließlich Einzelmaßnahmen ab — vor allem den Heizungstausch (Wärmepumpe, Biomasse, Solarthermie). Beide Programme können für dasselbe Objekt parallel genutzt werden, sofern sie verschiedene Maßnahmen abdecken.
Wie hoch ist der Tilgungszuschuss bei KfW 261 für Vermieter?
Der Tilgungszuschuss im KfW-Programm 261 hängt vom angestrebten Effizienzhaus-Standard ab. Für Effizienzhaus 40 EE (den höchsten Standard) beträgt er bis zu 45 Prozent des Kreditbetrags. Bei Effizienzhaus 55 EE sind es bis zu 25 Prozent, bei Effizienzhaus 85 bis zu 5 Prozent. Der maximale Kreditbetrag liegt bei 150.000 Euro pro Wohneinheit, sodass der maximale nicht rückzahlbare Anteil bei einem Effizienzhaus 40 EE bis zu 67.500 Euro pro Wohneinheit beträgt. Bei einem Mehrfamilienhaus mit 6 Einheiten können das bis zu 405.000 Euro Tilgungszuschuss sein.
Muss ich als Vermieter einen Energieeffizienz-Experten beauftragen?
Ja, für das KfW-Programm 261 (BEG Wohngebäude Kredit) ist die Einbindung eines zugelassenen Energieeffizienz-Experten (EEE) zwingend vorgeschrieben. Der Experte muss in der dena-Expertenliste geführt sein und das gesamte Vorhaben von der Planung bis zur Fertigstellungsbestätigung begleiten. Ohne EEE wird kein KfW-261-Kredit bewilligt. Die Kosten für den Energieeffizienz-Experten sind selbst teilweise förderfähig — bis zu 50 Prozent der Beratungskosten können über das BEG-Programm zurückgeholt werden. Für die BAFA-Förderung beim Heizungstausch ist kein separater EEE erforderlich, jedoch ein Fachunternehmen, das die Installation durchführt und bestätigt.
Kann ich nach einer KfW-geförderten Sanierung die Miete erhöhen?
Ja. Nach einer energetischen Modernisierung können Vermieter gemäß § 559 BGB bis zu 8 Prozent der auf die Wohneinheit entfallenden jährlichen Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufschlagen. In München als angespanntem Wohnungsmarkt gilt zusätzlich die Kappungsgrenze von maximal 15 Prozent Mietsteigerung innerhalb von 3 Jahren. Wichtig: Von den Modernisierungskosten müssen KfW-Tilgungszuschüsse und BAFA-Zuschüsse abgezogen werden — nur die selbst getragenen Kosten nach Förderabzug bilden die Berechnungsgrundlage. Mieter müssen spätestens 3 Monate vor Baubeginn schriftlich informiert werden.

Quellen: KfW.de — Programm 261 BEG Wohngebäude Kredit Effizienzhaus · BAFA.de — BEG Einzelmaßnahmen Heizungstausch · EMA Energiewelt — FKG München 2026 · Statista — Leerstandsquote Wohnungen München · Immowelt Mietspiegel München September 2026 · Betsa GmbH — KfW und BAFA Förderung 2026 Bayern · Nebenkosten-Assistent — KfW Förderung 2026 für Vermieter · § 559 BGB Modernisierungsumlage · dena-Expertenliste (energie-effizienz-experten.de)

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine energie-, steuer- oder rechtliche Fachberatung. Förderkonditionen ändern sich regelmäßig — alle Angaben zum Stand September 2026 sollten vor Antragstellung anhand aktueller Programminformationen bei KfW und BAFA geprüft werden.